Unter Mischfütterung wird entweder die Verwendung von Futtermitteln unterschiedlichen Wassergehalts verstanden, also sowohl Nass- als auch Trockenfutter, oder die Verwendung von kommerziellem Futter in Kombination mit selbst zubereiteten Komponenten. Diese können dann roh oder gekocht sein.

Ein großer Vorteil dieser Fütterungsmethode ist die Abwechslung im Speiseplan. Das freut nicht nur das Tier, sondern auch den Besitzer. Die Tiere bekommen neben verschiedenen Geschmacksrichtungen auch Futter unterschiedlicher Konsistenz angeboten. Bei schlechten Fressern kann dies von Vorteil sein. Grundsätzlich kann die Mischfütterung viele Vorteile bieten, je nach individueller Situation.

Die Gabe von Trockenfutter beispielsweise kann je nach Beschaffenheit der Kroketten zur Zahnpflege beitragen und so im Idealfall einen fehlenden Effekt von Nassfutter auf die Zahnreinigung ausgleichen. Andererseits kann die Gabe von Nassfutter bzw. frischen Komponenten die allgemeine Flüssigkeitsaufnahme erhöhen und so mögliche Nachteile von Trockenfutter hinsichtlich des Harnvolumens ausgleichen. Ob die verschiedenen Futtermittel dabei vermischt oder zeitlich getrennt voneinander gefüttert werden, ist – entgegen manchen Meinungen – alleinig von der individuellen Verträglichkeit abhängig. Tiere mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt können auf ständige Futterwechsel mit Verdauungsbeschwerden reagieren. Es sollte daher stets von Tier zu Tier entschieden werden, welche Fütterung in Frage kommt.

Eine Gefahr der Mischfütterung ist, dass die Nährstoffbilanz der Ration aus dem Gleichgewicht gerät, und es dadurch langfristig zu Nährstoffmängeln kommen kann. Dies betrifft insbesondere die Kombination von Alleinfuttermitteln mit Einzel- oder Ergänzungsfuttermitteln. Wenn ein Drittel oder mehr des Alleinfutters regelmäßig durch nicht ausgewogene Futtermittel ersetzt wird, sollte vorsichtshalber ein tierärztlicher Ernährungsberater konsultiert werden.