In Deutschland wird jährlich mehr Geld für Snacks und Belohnungen ausgegeben als für Trocken- oder Nassfutter. Dies zeigt nicht nur die (emotionale) Wichtigkeit von Belohnungen, sondern spricht auch für vielseitige Einsatzmöglichkeiten und Darreichungsformen. Die Herstellung von Leckerchen und Kauartikeln reicht vom herkömmlichen Backen im Ofen, über die Lufttrocknung (unter Einwirkung erwärmter Luft) bis hin zum Infrarot-Grillen (zur Vermeidung der Entstehung toxischer Ruß-Partikel).

Snacks im Allgemeinen sind Futtermittel, die nicht dem Ernährungszweck, also der Deckung des Nährstoffbedarfs dienen. Hierzu zählen klassische Leckerchen wie gebackene Hundekekse, Kaustangen und getrocknete Fleischstücken ebenso wie Kauartikel, die vom Standard-Büffelhautknochen über Kauwurzeln bis hin zur vegetarischen „Zahnbürste“ oder Kaninchenohr mit Fell reichen können. Typisch Snacks für Katzen sind getrocknete Fleisch- oder Fischstücken, gebackene Kekse, halbfeuchte Kaustangen und so genannte Schlecksnacks.

Verwendet werden Snacks aus unterschiedlichen Gründen. Sie dienen einerseits als „Kommunikationsmittel“ sowohl als Ausdruck der Zuneigung sowie als positive Bestätigung beim Training bzw. der Erziehung (Konditionierung). Kauartikel für Hunde dienen in erster Linie der Beschäftigung und (idealerweise) der Zahnreinigung. Bei Appetitlosigkeit können Leckerli zur Steigerung der Akzeptanz eingesetzt werden, beispielsweise indem das normale Futter mit Leckerlis gespickt wird oder diese vorübergehend zwischen den Kroketten gelagert werden, um so einen intensiveren Geruch des Trockenfutters zu bewirken oder in dem das Nassfutter mit Leckerlis gespickt wird.

Durch den allgemein geringen Wassergehalt von Leckerlies haben diese zum Teil sowohl hohe Energie- als auch hoch konzentrierte Nährstoffgehalte. Dies gilt es insbesondere bei übergewichtigen als auch kranken Tieren mit gleichzeitig besonderen Ernährungsansprüchen zu berücksichtigen. Beispielsweise enthalten 10 – 25 g Leckerlies auf Fleischbasis in etwa so viel Eiweiß wie 50 – 100 g frisches Fleisch. Wichtig ist daher, dass jedes Futter „nebenbei“ einen durchaus beachtlichen Anteil an der Gesamtration haben kann, so dass insbesondere bei großzügiger Verwendung von Snacks & Co ein regelmäßiger Gewichtscheck des Tieres und ggf. auch eine Überprüfung der Gesamtfutter- und letztlich Nährstoffaufnahme anzuraten ist.